Anlagenbuchhaltung Jobs und Stellenangebote
Alles was Sie über den Berufsbereich Anlagenbuchhaltung wissen müssen
Was ist die Anlagenbuchhaltung?
Jedes Auto, jeder Computer und jede Maschine eines Unternehmens stellen für
ein Unternehmen eine einzelne Anlage dar. Folglich sind die Mitarbeiter der
Anlagenbuchhaltung auch die wichtigsten Ansprechpartner, wenn es um Fragen geht
wie:
- Wie steht es um den Zustand einer bestimmten Anlage?
- Wie viele Stücke einer bestimmten Anlage existieren im Unternehmen?
- Wie steht es um den Wert einer bestimmten Anlage?
Als Anlagenbuchhalter können Sie also auch Empfehlungen hinsichtlich
Wartungen und Neuanschaffungen aussprechen. Die entsprechenden Daten dazu
werden in die Anlagekartei des Unternehmens aufgenommen. Diese fungiert wie
eine Art Konto und enthält neben den genannten Informationen beispielsweise auch
die Information über den Zeitraum der betrieblichen Nutzung oder den
Anlagenpreis.
Beim Versuch, die Anlagenbuchhaltung einer bestimmten Berufsbranche
zuzuordnen, darf die Finanzbuchhaltung nicht außer Acht gelassen werden. Genauer
gesagt: Die Anlagenbuchhaltung ist ein Teilbereich der Kosten- und
Leistungsrechnung und dient dem externen Rechnungswesen.
Welche Aufgaben haben Mitarbeiter der
Anlagenbuchhaltung?
Bestandserfassung und Verbrauchserfassung – das sind vermutlich die beiden
treffendsten Begriffe, die das Tätigkeitsprofil des Anlagenbuchhalters beschreiben.
Damit sind Aufgaben gemeint wie die Bestandsdokumentation und die Überwachung
des Anlagenvermögens. Zudem ist die Anlagenbuchhaltung dafür zuständig, dass
der aktuelle Anlagevermögensbestand zum Stichtag des Jahresabschlusses ermittelt
wird. Diese Übersicht ermöglicht es der Versicherung, einen monetären Wert der
Sachanlage zu nennen. Darüber hinaus ermitteln qualifizierte Anlagenbuchhalter die
Besitzsteuern und sind in die Budgetplanung involviert. So bilden ihre Investitions-
und Abschreibungspläne die Basis und werden gern bei der Kalkulation von
Reparaturkosten und Neuanschaffungskosten miteinbezogen. Auch
Inventurmaßnahmen werden durch die Anlagenbuchhaltung unterstützt.
Noch mehr Informationen zu den Aufgaben der Anlagenbuchhaltung finden Sie in
der obenstehenden Zusammenfassung.
Welche Eigenschaften sind in der Anlagenbuchhaltung gefragt?
Ob Buchhalter, Steuerfachangestellter oder Anlagenbuchhalter – all diese Berufe
vereint, dass Berufstätige dieser Branchen spezifische Soft Skills mitbringen müssen.
Neben der analytischen und sehr genauen Arbeitsweise besitzen die Mitarbeiter der
Anlagenbuchhaltung zum Beispiel ein starkes Kommunikationsgeschick. Ferner
zeichnen sie sich durch ihr außerordentlich professionelles Auftreten aus und runden
jenes mit ihren guten Englischkenntnissen ab. Die Lernbereitschaft in Ihrer Branche
ist hoch – eine Grundvoraussetzung, um die Karriereleiter kontinuierlich
hinaufsteigen zu können.
Wie gelingt der Einstieg in die Anlagenbuchhaltung?
Der Beruf des Anlagenbuchhalters basiert nicht auf einer klassischen
Ausbildung. Wer es in diese Branche schaffen will, der hat zusätzlich zu einer
einschlägigen Lehre noch ein paar Weiterbildungen absolviert. Die IHK-
Bildungsakademie und noch ein paar andere Bildungsinstitute bieten den Lehrgang
zum Anlagenbuchhalter an. Dieser ist im Vergleich zu anderen Fortbildungen etwas
lernintensiver, aber mit einer Ausbildungszeit von drei Monaten dafür nicht so
zeitintensiv. Das Besondere: Der Kurs wird als Onlineseminar und als Lehrgang vor
Ort angeboten. Daneben besteht die Möglichkeit, an einem einwöchigen Vollzeitkurs
teilzunehmen.
Um eine solche Fortbildung anzugehen, sollten Jobanwärter ein paar
buchhalterische Grundkenntnisse mitbringen. Diese erleichtern es, die neuen Inhalte
umfassend zu begreifen. Denn eins steht fest: Der Stundenplan hat es mit den
folgenden Themen in sich:
- handels- und steuerrechtliche Definition des Anlagevermögens
- Organisation der Buchhaltung für das Anlagevermögen
- Sachanlagevermögen
- Bilanzierung und Bewertung des Anlagevermögens
- Bilanzierung und Bewertung immaterieller Vermögensgegenstände
- Finanzanlagen
- Anlagespiegel
Erst wenn alle diese Schwerpunkte abgehandelt sind, dürfen sich angehende
Anlagenbuchhalter der zweistündigen Klausur stellen. Ist diese bestanden, erhalten
die Lehrgangsteilnehmer das ersehnte Zertifikat.
Schon gewusst?
Nicht nur für Steuerfachangestellte und Co. ist die Weiterbildung interessant.
Auch Manager können vom gelehrten Zusatzwissen profitieren. Hierbei handelt es
sich jedoch um eine speziell fürs Management ausgerichtete Fortbildung, die der
Optimierung von unternehmensinternen Prozessen dienen soll. Zudem gewährt sie
Ihnen einen Einblick in den aktuellen Stand der Rechtslage. Dies ist eine sehr
wichtige Voraussetzung für den langfristigen Berufserfolg.
Wie viel verdienen Sie in einem Job der Anlagenbuchhaltung?
Die gute Nachricht: Als Anlagenbuchhalter sind Sie in vielen verschiedenen
Branchen gefragt. Die Frage des Gehalts lässt sich dadurch allerdings nur noch
schwerer beantworten. Außerdem beeinflussen Faktoren wie die Betriebsgröße
sowie regionale Unterschiede das monatliche Brutto des Arbeitnehmers.
Wer möglichst hoch hinaus möchte, sollte sich schon frühzeitig weiteren
Fortbildungen widmen. Eine kontinuierliche Lernkurve überzeugt Arbeitgeber davon,
dass sich der finanzielle Einsatz lohnt. Daneben spielt natürlich auch die
Berufserfahrung des Anlagenbuchhalters eine wichtige Rolle. Haben Sie es schon in
die Funktion des Leiters der Anlagenbuchhaltung geschafft, verdienen Sie mit
Sicherheit mehr als noch zu Beginn Ihrer Karriere. In Zahlen ausgedrückt:
- jährliches Brutto des Einsteigers: 33.000 Euro
- jährliches Brutto des Senior-Consultant: 65.000 Euro
Welche Karriereaussichten verspricht die Anlagenbuchhaltung?
Sie haben schon ein paar Jahre als Anlagenbuchhalter gearbeitet und fragen
sich, wie es nun weitergeht? Die Antwort ist einfach: Zusatzqualifikationen bringen
Ihnen zahlreiche Vorteile ein. Die dafür notwendigen Weiterbildungen sollten Sie im
Idealfall so früh wie möglich angehen. Spezialisierungen und Fachwissen sorgen
jedoch nicht nur für einen angenehmen Bonus auf dem Konto, sondern auch
langfristig für gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Das macht das Berufsleben auch
im reiferen Alter sehr spannend. Nicht selten trauen sich Arbeitnehmer ab dem
fünfzigsten Lebensjahr aufgrund der Angst, keinen neuen Job zu finden, nicht mehr,
den Betrieb zu wechseln. Im Umkehrschluss stellt sich die Frage: Wollen Sie lieber in
einem Unternehmen bleiben, in dem Sie sich schon seit langem nicht mehr
wohlfühlen? Mit einschlägigen Weiterbildungen können Sie genau diese Situation
vermeiden. Die Zusatzqualifikation im Bereich Kosten- und Leistungsabrechnung ist
beispielsweise ein interessantes Spezialgebet für den Anlagenbuchhalter. Ihr Vorteil:
Mit erweitertem Know-how überzeugen Sie den Arbeitgeber auch in Zukunft noch
von Ihrem Ehrgeiz und Engagement. Letztlich kommt es dann nur noch darauf an, im
Bewerbungsgespräch mit einem sicheren Auftritt und einer interessanten
Persönlichkeit zu punkten.