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Leasing Berater Jobs und Stellenangebote
Es gibt Berufe, deren Prestige sich wie von selbst versteht. Und dann gibt es Leasing Berater. Wer in geselliger Runde davon erzählt, erntet meist anerkennendes Nicken, gefolgt von einer leisen Ratlosigkeit: „Leasing sagst du? Also, Autos, oder was…?“ Kurz und knapp: nicht nur. Und überhaupt viel mehr als das. Ich erinnere mich gut an meine ersten Wochen im Job, als das Wort „Restwert“ plötzlich mehr Bedeutung hatte als meine Kaffeepause. Einen Überblick in diesem dynamischen, manchmal ein wenig unterschätzten Beruf zu halten, ist gar nicht so einfach – besonders für diejenigen, die im Begriff sind einzusteigen oder nach neuen Herausforderungen suchen.
Wer glaubt, ein Leasing Berater schiebe hauptsächlich Verträge von links nach rechts oder sei nur Sprachrohr der Bank, hat weit gefehlt. Die Realität ist… bunter. Dreh- und Angelpunkt bleibt das Beratungsgespräch – aber eben nicht im Sinne von Klinkenputzen. Vielmehr ist Fingerspitzengefühl gefragt: Kunden aus gewerblichen oder privaten Kontexten kommen mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen. Mal sucht ein mittelständischer Maschinenbauer eine knackige Finanzierung für ein paar tonnenschwere Anlagen, mal möchte eine Arztpraxis ihre Gerätschaften auf den neuesten Stand bringen, manchmal steht auch ein ganzer Fuhrpark zur Disposition. Komplex? Klar. Aber auch reizvoll.
Zwischen Angebotserstellung, Bonitätsprüfung, Vertragsmanagement und – oft unterschätzt – Krisenkommunikation (Stichwort: Zahlungsverzug) balanciert man täglich auf schmalem Grat. Und noch etwas: Leasing Berater sind längst keine reinen Zahlenmenschen mehr. Wer nicht versteht, wie sich die Geschäftsmodelle seiner Kunden verändern, was eine neue Förderpolitik bedeutet oder wie Digitalisierungswellen ganze Branchen umkrempeln, bleibt schnell am Rand stehen.
Stellenanzeigen sind ja bekanntlich Meister der Übertreibung – aber ganz falsch liegen sie selten. Gesucht sind analytische Talente mit Verkaufsflair, Verhandlungsgeschick und dem berühmten „Service-Gedanken“. Doch was sich zwischen den Zeilen abspielt, erfährt man erst im Alltag. Für Quereinsteiger: Die perfekte Mischung aus Banker, Berater und Pragmatiker gibt es kaum. Oft wächst man hinein.
Technische Neugier schadet nicht. Alle reden von Digitalisierung – im Leasing hat sie längst Einzug gehalten. Vertragsabwicklung läuft digital, Plattformen und Apps ersetzen Aktenordner. Wer neuen Tools offen begegnet, ist klar im Vorteil. Dabei darf eines nicht verloren gehen: das echte Gespräch. Der sympathische Draht zum Kunden kann auch ein Online-Berater-Avatar nicht ersetzen. Und dann sind da noch die berühmten Soft Skills, die jeder Flyer bemüht… aber tatsächlich: Wer Verkaufsdruck, wechselnde Anforderungen und manchmal verquere Kundenhilferufe souverän moderiert, ist im Vorteil.
Jetzt zur Gretchenfrage: Lohnt sich das Ganze finanziell? Hier scheiden sich bekanntlich die Geister – und irgendwann auch die Gehälter. Einsteiger starten, je nach Region, Arbeitgebergröße und Branche, zwischen (und jetzt keine Scheu vor der Zahl) etwa 35.000 € und 45.000 € brutto im Jahr. Abgerechnet wird mal mit, mal ohne Boni – ein Thema, bei dem viel Musik in der Ausgestaltung liegt.
Mit ein paar Jahren Erfahrung, erkennbarer Zahlenaffinität und der Bereitschaft, Verantwortung für größere Projekte zu tragen, lassen sich mittelfristig deutlich fünfstellige Schritte machen. Großstadt versus Land? Hier entscheidet oft der Schwerpunkt: Im Ballungsraum trifft man häufiger auf spezialisierte Anbieter, technische Leasinglösungen, dickere Fälle – mit spürbarerem Bonuspotenzial. Wer auf dem Land für einen kleinen Anbieter arbeitet, genießt vielleicht mehr persönlichen Kontakt zur Kundschaft, muss sich aber mit konservativeren Gehaltssteigerungen begnügen. Persönlich empfinde ich die Gehälter als „okay“, noch steigerungsfähig, aber bei weitem nicht unattraktiv für kluge Persönlichkeiten mit Leidenschaft für Beratung und Wirtschaft.
Ehrlich gesagt: Karriereleitern im Leasing-Bereich sind nicht immer aus blankem Chrom. Vieles hängt vom Arbeitgeber ab – einige Förderbanken oder Leasinggesellschaften fördern aktiv Weiterbildung, setzen auf digitale Expertise und bieten anständige Aufstiegsmöglichkeiten bis hin zum Teamleiter, Produktmanager oder gar Bereichsleiter. Andere wiederum lassen gerne mal Altherren-Seilschaften walten. Ich zumindest habe beides erlebt.
Gerade weil Digitalisierung alte Strukturen aufbricht, werden Nachwuchskräfte mit eigenem Blick und weniger eingefahrenen Branchenreflexen dringend gesucht. Das ist die Kehrseite vom vielbeschworenen Fachkräftemangel: Wer sich an Veränderung wagt, sich fortbildet, zum Beispiel im Bereich Risikomanagement oder IT-Tools, hat solide Karten. Natürlich: Wer erwartet, durch bloße Präsenz Lohn und Titel heimzutragen, sollte seine Erwartungen kalibrieren. Aber der Markt ist in Bewegung, und für diejenigen, die aktiv gestalten, wird es selten langweilig.
Ein Wort noch zum Einstieg: Leasing Berater ist kein klassischer Ausbildungsberuf, aber kaufmännische oder betriebswirtschaftliche Grundlagen sind fast immer Voraussetzung. Quereinsteiger, besonders aus Banken, Vertrieb oder technischen Bereichen, finden leichter Zugang. Das Auswahlverfahren? Mal ein reines Verkaufsgespräch, mal begleitet von Eignungstests, mal ganz formlos. So oder so: Wer neugierig, lernwillig und begeisterungsfähig auftritt, bekommt oft die zweite Chance – mehr als in allzu akademisierten Branchen.
Work-Life-Balance? Eine heikle Angelegenheit, um ehrlich zu sein. Wer einen 9-to-5-Job ohne Überraschungen sucht, wird im Leasing nicht dauerhaft glücklich. Beratungsintensive Phasen oder Quartalsendspurt können lang werden. Dennoch: Die flexibeleren Arbeitsmodelle, die seit Corona an Fahrt gewonnen haben, verleihen auch diesem Berufsfeld neue Freiheiten. Homeoffice, mobile Beratung, digitale Vertragsabschlüsse – vieles ist im Fluss, und ein bisschen Eigeninitiative vorausgesetzt, lässt sich Beruf und Privatleben besser vereinbaren als noch vor wenigen Jahren.
Um ehrlich zu sein: Im Leasing Berater steckt mehr als viele ahnen. Zwischen Finanzen, Technik, Empathie und Kalkül braucht es Menschen, die die Lust am Wandel nicht verloren haben. Sicher, der Beruf ist kein Garant für Luxuslohn oder blitzsaubere Karrierewege – aber für bewegliche Köpfe, die den Wandel nicht fürchten, dafür umso mehr. Und manchmal, mitten in einem komplizierten Beratungsgespräch, blitzt das Erfolgsgefühl auf, das andere erst in Chefetagen kennen: Habe den Kunden wirklich weitergebracht. Keine Rocket Science – aber auch kein Spaziergang.
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