Aktuar Jobs

8 aktuelle Aktuar Stellenangebote

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Aktuarielle Controller:in Risiken PKV (w/m/d)

HUK-COBURG VersicherungsgruppeCoburg

Werden Sie Aktuarielle Controller:in für Risiken in der privaten Krankenversicherung (PKV) in Coburg, Bayern. In dieser unbefristeten Vollzeitstelle (38 Stunden/Woche) übernehmen Sie zentralisierte Aufgaben, die ab sofort zu besetzen sind. Ihre Verantwortung umfasst die Berechnung und Überwachung von versicherungstechnischen Rückstellungen gemäß VAG und HGB. Analysieren Sie die Reservesituation und überprüfen Sie Rückversicherungsvereinbarungen. Außerdem identifizieren und bewerten Sie Risiken und berichten intern sowie extern darüber. Nutzen Sie die Möglichkeit, Veränderungen im gesetzlichen und regulatorischen Umfeld der Krankenversicherung proaktiv zu verfolgen.
Festanstellung Gutes Betriebsklima Unbefristeter Vertrag Corporate Benefit HUK-COBURG Versicherungsgruppe Vermögenswirksame Leistungen Work-Life-Balance Flexible Arbeitszeiten Ferienbetreuung Betriebliche Altersvorsorge Fahrtkosten-Zuschuss Familienfreundlich Jobrad Homeoffice Kinderbetreuung Dringend gesucht Teilzeit weitere Benefits
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Mathematiker Tarifkalkulation Krankenversicherung (m/w/d) - NEU!

Debeka-GruppeKoblenz

Als Mathematiker für Tarifkalkulation (w/m/d) optimieren Sie in einem engagierten Team von 15 Fachleuten unsere Tarife in der Krankenversicherung. Ihre analytischen Fähigkeiten sind entscheidend, um unseren Kunden maßgeschneiderten Versicherungsschutz zu bieten. Sie kalkulieren Rechnungsgrundlagen und Beiträge für neue sowie bestehende Tarife. Ihre Arbeit umfasst auch die Präsentation von Berechnungsergebnissen und die Analyse der Auswirkungen von Beitragsanpassungen. Zudem entwickeln Sie innovative Limitierungsmodelle und arbeiten an bereichsübergreifenden Projekten mit. Werden Sie Teil unseres dynamischen Teams und gestalten Sie die Zukunft der Krankenversicherung aktiv mit!
Werkstudent Work-Life-Balance Flexible Arbeitszeiten Homeoffice Betriebliche Altersvorsorge Vermögenswirksame Leistungen Jobrad Vollzeit weitere Benefits
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Berater/-in steuerrechtlicher Sachverhalte (m/w/d)

VBL. Versorgungsanstalt des Bundes und der LänderKarlsruhe

Suchen Sie eine spannende Herausforderung im Steuerrecht? Als Berater/-in für steuerrechtliche Sachverhalte (m/w/d) unterstützen Sie die Abteilung Rechnungswesen bei wichtigen Aufgaben. Ihre Hauptverantwortung liegt in der Klärung steuerrechtlicher Fragestellungen sowie der Entwicklung richtungsweisender Konzepte und Leitfäden. Außerdem überwachen Sie bestehende steuerrelevante Vorgänge und tragen zur Verbesserung des Tax Compliance Management-Systems (CMS) bei. Sie arbeiten eng mit dem Hauptamtlichen Vorstand zusammen und werten aktuelle Rechtsprechungen aus. Werden Sie Teil eines dynamischen Teams und gestalten Sie die steuerliche Zukunft aktiv mit!
Work-Life-Balance Flexible Arbeitszeiten Homeoffice Betriebliche Altersvorsorge Weiterbildungsmöglichkeiten Gutes Betriebsklima Familienfreundlich Teilzeit weitere Benefits
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Finanzbuchhalter (w/m/d)

VGV Verwaltungsgesellschaft für Versorgungswerke mbHBerlin Steglitz-Zehlendorf

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir einen Finanzbuchhalter (w/m/d) in Teilzeit (20 oder 30 Std./Woche). Ihre Aufgaben umfassen die Buchung aller Geschäftsvorfälle in SAP sowie die Abrechnung von Reisekosten unter Beachtung gesetzlicher Vorgaben. Zudem sind Sie verantwortlich für den Zahlungsverkehr und die Abstimmung der Finanzbuchhaltungen. Jahresabschlussbuchungen und die Erstellung von Abschlussunterlagen gehören ebenfalls zu Ihrem Tätigkeitsbereich. Wir erwarten eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung, idealerweise als Steuerfachangestellter oder Bilanzbuchhalter, sowie mehrjährige Erfahrung in der Finanzbuchhaltung. Bewerben Sie sich und werden Sie Teil unseres dynamischen Teams!
Gutes Betriebsklima Unbefristeter Vertrag Betriebliche Altersvorsorge Vermögenswirksame Leistungen Fahrtkosten-Zuschuss Flexible Arbeitszeiten Homeoffice Dringend gesucht Teilzeit weitere Benefits
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Junior Consultant Audit (w/m/d)

PwCHamburg, Bremen, Osnabrück, Hannover

Wir suchen dich als Junior Consultant Audit (w/m/d) für unseren Bereich Assurance Solutions, beginnend im September/Oktober 2026. Möchtest du herausfinden, was dich erwartet? Im Podcast "Karriereklang" erhältst du wertvolle Einblicke in unsere Arbeitsweise und das Team. Du gestaltest die digitale Transformation in der Wirtschaftsprüfung und unterstützt unsere Kunden bei finanziellen Fragestellungen. Als Teil des Prüfungsteams bist du aktiv an der Prüfung von Jahres- und Konzernabschlüssen beteiligt. Entdecke, wie du ein Verständnis für Zahlen und Geschäftsmodelle entwickelst und erlebe eine spannende Karriere!
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Berater/-in steuerrechtlicher Sachverhalte (m/w/d)

VBL. Versorgungsanstalt des Bundes und der LänderKarlsruhe, Teilweise Remote

Die Abteilung Rechnungswesen sucht einen Berater für steuerrechtliche Sachverhalte (m/w/d). Zu den Aufgaben gehören Finanzbuchhaltung, Berichtswesen und Kapitalanlagenabwicklung. Sie sind die Ansprechperson für steuerrechtliche Fragen und analysieren relevante Rechtsprechungen. Darüber hinaus erstellen Sie Entscheidungsvorlagen für den Hauptamtlichen Vorstand. Ihre Rolle umfasst die Entwicklung von Richtlinien und Konzepten. Zudem überwachen Sie etablierte steuerrelevante Vorgänge, um die Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben sicherzustellen. Bewerben Sie sich jetzt, um Teil unseres engagierten Teams zu werden!
Homeoffice Work-Life-Balance Flexible Arbeitszeiten Betriebliche Altersvorsorge Weiterbildungsmöglichkeiten Gutes Betriebsklima Familienfreundlich Teilzeit weitere Benefits
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Risikomanager (m/w/d) Asset-Liability-Management (ALM)

S-PensionsManagement GmbHKöln

Als Risikomanager (m/w/d) im Bereich Asset-Liability-Management (ALM) unterstützen Sie die Risikobeurteilung und -analyse. Sie entwickeln und betreiben quantitative Modelle zur Risikomessung für die Sparkassen Pensionskasse. Ihre Aufgaben umfassen die Erstellung von Risikoberichten und die Analyse strategischer Asset Allokationen. Zudem bewerten Sie strategische Entscheidungen im ALM-Kontext sowohl quantitativ als auch qualitativ. Im Austausch mit Kapitalanlage, Aktuariat und Controlling treiben Sie die Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems voran. Voraussetzungen sind ein Abschluss in Mathematik oder Wirtschaft mit finanzwirtschaftlichem Fokus oder eine vergleichbare Ausbildung.
Betriebliche Altersvorsorge Gutes Betriebsklima Flexible Arbeitszeiten Fahrtkosten-Zuschuss Vollzeit weitere Benefits
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Duales Studium / Bachelorstudiengang Betriebswirtschaft - Schwerpunkt Insurance

MRH TROWEKöln, Stuttgart, Karlsruhe

MRH Trowe ist ein führender, inhabergeführter Versicherungsmakler mit über 1.500 Mitarbeitern und mehr als 60 Jahren Branchenerfahrung. Als einer der TOP 10 Industriemakler Deutschlands sind wir an über 30 Standorten präsent. Unsere Expertise in der Versicherungswirtschaft ermöglicht es uns, maßgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln. Wir bieten spannende Karrierechancen, darunter duale Studiengänge und kaufmännische Ausbildungen. Zudem legen wir großen Wert auf Eigenverantwortung und Innovation in der Kundenbetreuung. Besuchen Sie Step Stone.de für aktuelle Stellenausschreibungen und Karriere-Tipps!
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Alles was Sie über den Berufsbereich Aktuar wissen müssen

Aktuar Jobs und Stellenangebote

Alles was Sie über den Berufsbereich Aktuar wissen müssen

Wachstum mit Wahrscheinlichkeiten – von der Außenwelt ins Herz der Versicherungsmathematik

Seltsam, wie selten der Beruf „Aktuar“ an der Uni-Kneipe oder beim Familienabend erwähnt wird. Dabei wird ausgerechnet diese Berufsgruppe regelmäßig gebraucht, wenn’s im echten Leben krachen könnte – bei Renten, Risiken, Geldanlagen, selbst beim Klimawandel. Doch was genau macht man eigentlich als Aktuarin oder Aktuar? Und warum sind gerade jetzt so viele Wechselwillige und Berufsanfänger hin- und hergerissen zwischen Faszination und Unsicherheit? Ich spreche aus Erfahrung: Am Anfang ist da viel Mathe – und die Frage, warum der eigene Agenda-Manager mit der Aufgabenflut jongliert, als wäre alles planbar. Aber gerade da liegt der Reiz.


Anpacken zwischen Analyse und Verantwortung – der Aktuar in der Praxis

Was viele unterschätzen: Man sitzt nicht einfach den ganzen Tag in muffigen Büros und tippt Zahlenkolonnen ab. Natürlich, das Fundament ist Mathematik, und ja – Wahrscheinlichkeitsrechnung ist kein leeres Schlagwort. Aber wer glaubt, ein Aktuar prüft nur Rechenaufgaben im stillen Kämmerlein, irrt. Zwischen Datenanalyse, strategischen Gutachten und Gesprächen mit Produktentwicklern warten gedankliche Achterbahnfahrten. Die Spannbreite reicht von der feinen Rentenformel bis zur ständigen Diskussion: „Wie viele Unbekannte halte ich heute noch aus?“

Manch einer denkt nach wenigen Wochen: „Ist das hier wirklich mein Alltag?“ Ich sage – ja, mit allem, was dazugehört. Aktenberge, Team-Workshops, spontane Fragen aus Finanzabteilungen – das alles spielt mit rein. Typisch ist, dass kein Tag wie der andere läuft. Die Beratungsfunktion wird oft unterschätzt: Plaudereien mit Projektteams, Erklären von Risiken – das ist nicht optional, sondern zentral. Wer Zahlen liebt, aber nicht reden kann (oder will), könnte durchaus ins Schwimmen geraten.


Zwischen Excel und Ethik – Profile, die mehr sind als Zahlenmagier

Mathematisches Talent – ja, das ist klar. Aber einen Einser-Abschluss braucht längst nicht jeder, der in die Versicherungs- oder Finanzbranche drängt. Viel entscheidender sind das berühmte „Dranbleiben“ und diese Mischung aus Skepsis und Kreativität. Ich habe Kolleginnen erlebt – Quereinsteiger, promovierte Mathematiker, IT-Nerds mit Hang zu Statistik. Manche kommen sogar aus dem Ingenieurwesen. Das Spektrum an Werdegängen ist nicht eng, nur der Weg zur Zertifizierung ist einprägsam – und gespickt mit Prüfungsstress.

Der Aktuar muss nicht alles wissen, sollte aber neugierig bleiben. Wer willkommen sein will, braucht einen klaren Kopf für komplexe Zusammenhänge, muss rasch zwischen Modellen und Realität wechseln und darf sich vom Schlagwort „Künstliche Intelligenz“ weder ins Bockshorn jagen noch blenden lassen. Soft Skills? Die werden wichtiger. Irgendwann stößt jeder auf das Dilemma: Berechne ich passgenau – oder beziehe ich auch ethische Aspekte, Nachhaltigkeit, gesellschaftliche Verantwortung mit ein? Kurzum, das Berufsbild verlangt nach Nachdenklichkeit. Nicht alles lässt sich null und eins abbilden, ich sage das aus Überzeugung.


Was zählt: Das Gehalt – und wie die Branche mit Erwartungen ringt

Kommen wir zum Dauerbrenner: Das liebe Geld. Die Vergütung für Aktuare liegt deutlich über Durchschnitt – aber auch nicht im Lottomodus, wie manche denken. Berufseinsteiger dürfen mit soliden Einstiegsgehältern rechnen, meist im höheren fünfstelligen Bereich. Wobei: Zwischen Hamburg, München und Dresden gibt’s gravierende Unterschiede. Natürlich zahlt die Lebensversicherung anders als ein kleiner Pensionsfonds im ländlichen Raum. Und: In Zürich, London, Luxemburg sieht die Sache ohnehin noch mal freundlicher aus – Stichwort: internationale Mobilität.

Wirklich spannend wird’s nach drei bis fünf Jahren. Wer clever verhandelt und seine Nische findet, klettert fix in den sechsstelligen Bereich. Fach- und Führungsverantwortung zahlen sich aus, aber das ist kein Selbstläufer. Nicht verschweigen will ich: Wer nur auf’s Geld schaut, bleibt vermutlich auf halber Strecke stecken. Denn die Lernkurve – bei Prüfungsverfahren, Weiterbildungen, Zertifikaten – wirkt manchmal abschreckend, gelegentlich sogar unfair. Wer nicht bereit ist, regelmäßig Zeit zu investieren und sich auf neue Felder (Stichwort: Data Science) einzulassen, gerät rasch ins Hintertreffen.


Aktuar in Zeiten des Umbruchs – Digitalisierung, KI und die Frage nach Sinn

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die Branche steckt mitten im Wandel. Künstliche Intelligenz, regulatorischer Druck, Nachhaltigkeitsfragen – das alles sorgt für Bewegung. Ich habe häufig erlebt, wie Kollegen zwischen Neugier und Verunsicherung schwanken. Wird meine Arbeit bald automatisiert? Ziehen wir mit der Technologie oder beugen wir uns ihr? Die Wahrheit: Ganz so schnell gehen die Jobs nicht flöten, doch langweilige Routinen fallen tatsächlich zunehmend weg.

Wer neu einsteigt, profitiert: Frischer Blick, etwas IT-Affinität – plötzlich sind’s die jungen Kollegen, die Modellvalidierungen, Machine Learning oder Risikoberechnungen mit innovativen Tools stemmen. Berufserfahrene quengeln dabei schon mal, das ist ganz menschlich. Aber ein bisschen Reibung hält wach. Was viele übersehen: Die Nachfrage nach reflektierten Fachkräften bleibt hoch. Prognosen, die mehr schätzen als bloße Wahrscheinlichkeitssymbole, sind gefragt. Nur das Thema Sinn – ökonomisch wie gesellschaftlich – tritt stärker in den Vordergrund. Von der Berechnung klimabezogener Risiken bis zur Sozialverantwortung einzelner Produkte – die „alte“ Mathematik reicht nicht mehr, um alles zu erklären.


Neueinsteiger, Wechselwunder und ein Blick auf die Work-Life-Frage

Sieht man genau hin, ist der Markt alles andere als gesättigt – ganz im Gegenteil. Da werden Talente gesucht, oft auch Quereinsteiger mit überraschendem Background. Bewerbungsverfahren? Keine Spaziergänge, aber Offenheit schlägt das perfekte Musterschreiben. Möglichkeiten ergeben sich vor allem an den Schnittstellen: Wer etwas von Programmierung, Wirtschaft und Erklären versteht, macht sich begehrt.

Und selbst die viel beschworene Work-Life-Balance kommt nicht zu kurz – zumindest, wenn man einen Arbeitgeber erwischt, der flexible Arbeitsstrukturen ernst meint. Homeoffice, Gleitzeit, technische Spielereien – möglich ist heute viel. Nur: Ganz ohne Stress geht’s nicht. Wenn der Stichtag für das neue Produkt droht, liegen die Nerven mitunter blank. Humor hilft, manchmal auch kollegiale Ironie. Wer ein dickeres Fell und Neugier mitbringt, wird dennoch selten bereuen, dass er es versucht hat. Ich zumindest habe es nicht bereut – auch wenn ich manchmal die Nerven über den Wahrscheinlichkeiten verliere. Aber ganz ehrlich: Wer will schon einen Beruf, bei dem immer alles vorhersehbar läuft?


Kurzbeschreibung Aktuar

Das Wichtigste in Kürze

Kurzbeschreibung Aktuar

Was viele unterschätzen: Man sitzt nicht einfach den ganzen Tag in muffigen Büros und tippt Zahlenkolonnen ab. Natürlich, das Fundament ist Mathematik, und ja – Wahrscheinlichkeitsrechnung ist kein leeres Schlagwort. Aber wer glaubt, ein Aktuar prüft nur Rechenaufgaben im stillen Kämmerlein, irrt. Zwischen Datenanalyse, strategischen Gutachten und Gesprächen mit Produktentwicklern warten gedankliche Achterbahnfahrten. Die Spannbreite reicht von der feinen Rentenformel bis zur ständigen Diskussion: „Wie viele Unbekannte halte ich heute noch aus?“

Manch einer denkt nach wenigen Wochen: „Ist das hier wirklich mein Alltag?“ Ich sage – ja, mit allem, was dazugehört. Aktenberge, Team-Workshops, spontane Fragen aus Finanzabteilungen – das alles spielt mit rein. Typisch ist, dass kein Tag wie der andere läuft. Die Beratungsfunktion wird oft unterschätzt: Plaudereien mit Projektteams, Erklären von Risiken – das ist nicht optional, sondern zentral. Wer Zahlen liebt, aber nicht reden kann (oder will), könnte durchaus ins Schwimmen geraten.

Mathematisches Talent – ja, das ist klar. Aber einen Einser-Abschluss braucht längst nicht jeder, der in die Versicherungs- oder Finanzbranche drängt. Viel entscheidender sind das berühmte „Dranbleiben“ und diese Mischung aus Skepsis und Kreativität. Ich habe Kolleginnen erlebt – Quereinsteiger, promovierte Mathematiker, IT-Nerds mit Hang zu Statistik. Manche kommen sogar aus dem Ingenieurwesen. Das Spektrum an Werdegängen ist nicht eng, nur der Weg zur Zertifizierung ist einprägsam – und gespickt mit Prüfungsstress.

Der Aktuar muss nicht alles wissen, sollte aber neugierig bleiben. Wer willkommen sein will, braucht einen klaren Kopf für komplexe Zusammenhänge, muss rasch zwischen Modellen und Realität wechseln und darf sich vom Schlagwort „Künstliche Intelligenz“ weder ins Bockshorn jagen noch blenden lassen. Soft Skills? Die werden wichtiger. Irgendwann stößt jeder auf das Dilemma: Berechne ich passgenau – oder beziehe ich auch ethische Aspekte, Nachhaltigkeit, gesellschaftliche Verantwortung mit ein? Kurzum, das Berufsbild verlangt nach Nachdenklichkeit. Nicht alles lässt sich null und eins abbilden, ich sage das aus Überzeugung.

Kommen wir zum Dauerbrenner: Das liebe Geld. Die Vergütung für Aktuare liegt deutlich über Durchschnitt – aber auch nicht im Lottomodus, wie manche denken. Berufseinsteiger dürfen mit soliden Einstiegsgehältern rechnen, meist im höheren fünfstelligen Bereich. Wobei: Zwischen Hamburg, München und Dresden gibt’s gravierende Unterschiede. Natürlich zahlt die Lebensversicherung anders als ein kleiner Pensionsfonds im ländlichen Raum. Und: In Zürich, London, Luxemburg sieht die Sache ohnehin noch mal freundlicher aus – Stichwort: internationale Mobilität.

Wirklich spannend wird’s nach drei bis fünf Jahren. Wer clever verhandelt und seine Nische findet, klettert fix in den sechsstelligen Bereich. Fach- und Führungsverantwortung zahlen sich aus, aber das ist kein Selbstläufer. Nicht verschweigen will ich: Wer nur auf’s Geld schaut, bleibt vermutlich auf halber Strecke stecken. Denn die Lernkurve – bei Prüfungsverfahren, Weiterbildungen, Zertifikaten – wirkt manchmal abschreckend, gelegentlich sogar unfair. Wer nicht bereit ist, regelmäßig Zeit zu investieren und sich auf neue Felder (Stichwort: Data Science) einzulassen, gerät rasch ins Hintertreffen.

Man kann es drehen und wenden, wie man will: Die Branche steckt mitten im Wandel. Künstliche Intelligenz, regulatorischer Druck, Nachhaltigkeitsfragen – das alles sorgt für Bewegung. Ich habe häufig erlebt, wie Kollegen zwischen Neugier und Verunsicherung schwanken. Wird meine Arbeit bald automatisiert? Ziehen wir mit der Technologie oder beugen wir uns ihr? Die Wahrheit: Ganz so schnell gehen die Jobs nicht flöten, doch langweilige Routinen fallen tatsächlich zunehmend weg.

Wer neu einsteigt, profitiert: Frischer Blick, etwas IT-Affinität – plötzlich sind’s die jungen Kollegen, die Modellvalidierungen, Machine Learning oder Risikoberechnungen mit innovativen Tools stemmen. Berufserfahrene quengeln dabei schon mal, das ist ganz menschlich. Aber ein bisschen Reibung hält wach. Was viele übersehen: Die Nachfrage nach reflektierten Fachkräften bleibt hoch. Prognosen, die mehr schätzen als bloße Wahrscheinlichkeitssymbole, sind gefragt. Nur das Thema Sinn – ökonomisch wie gesellschaftlich – tritt stärker in den Vordergrund. Von der Berechnung klimabezogener Risiken bis zur Sozialverantwortung einzelner Produkte – die „alte“ Mathematik reicht nicht mehr, um alles zu erklären.

Sieht man genau hin, ist der Markt alles andere als gesättigt – ganz im Gegenteil. Da werden Talente gesucht, oft auch Quereinsteiger mit überraschendem Background. Bewerbungsverfahren? Keine Spaziergänge, aber Offenheit schlägt das perfekte Musterschreiben. Möglichkeiten ergeben sich vor allem an den Schnittstellen: Wer etwas von Programmierung, Wirtschaft und Erklären versteht, macht sich begehrt.

Und selbst die viel beschworene Work-Life-Balance kommt nicht zu kurz – zumindest, wenn man einen Arbeitgeber erwischt, der flexible Arbeitsstrukturen ernst meint. Homeoffice, Gleitzeit, technische Spielereien – möglich ist heute viel. Nur: Ganz ohne Stress geht’s nicht. Wenn der Stichtag für das neue Produkt droht, liegen die Nerven mitunter blank. Humor hilft, manchmal auch kollegiale Ironie. Wer ein dickeres Fell und Neugier mitbringt, wird dennoch selten bereuen, dass er es versucht hat. Ich zumindest habe es nicht bereut – auch wenn ich manchmal die Nerven über den Wahrscheinlichkeiten verliere. Aber ganz ehrlich: Wer will schon einen Beruf, bei dem immer alles vorhersehbar läuft?

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